Rüstzeiten

Foto: M. Mühlbauer

Rüstzeiten

Der Begriff Rüstzeit hat sich uns aus der kirchlichen Jugendarbeit in der DDR eingeprägt. Gemeint ist das, was heute „Freizeit” genannt wird. Teenie-Rüstzeit klingt zwar nach militärischem Ausbildungslager, ist aber in Wirklichkeit eine Woche mit buntem Programm, Gemeinschaft und geistlicher Zurüstung. Sie bietet viel Stoff zum Nachdenken über Gott, die Bibel und was das alles mit meinem Leben zu tun hat.

Seit 1991 gibt es dieses Angebot für Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren. Inzwischen finden ca. 20 Rüstzeiten jährlich statt, u. a. auch für Kinder (8-12 J.), Twens (19-29 J.) und Erwachsene (bis ca. 35 J.).

Immer wieder erleben wir, dass besonders die Jugendlichen in den neuen Bundesländern nicht mehr wissen, wer Jesus ist. Ihren Eltern wurde der Glaube ausgeredet, und oft haben sie wenige Berührungspunkte mit Christen.
Anliegen unserer Rüstzeitarbeit ist, junge Leute zu einem verbindlichen Leben mit Gott einzuladen und ihnen christliche Werte anhand der Bibel zu vermitteln. Durch zeitgemäße und altersgerechte Verkündigung möchten wir ihnen helfen, Gottes Plan für ihr Leben zu erkennen. In dieser Woche intensiver Gemeinschaft erleben die Jugendlichen Christen, die ihnen Anteil an ihrem Leben geben und bereit sind, sich ihren Fragen zu stellen. Wichtig ist uns auch, daß wir diese Woche als Gemeinschaft erleben. Bunte Abende, Stadtspiele o.ä. tragen dazu bei, dass sich die Teenies kennenlernen und die Gruppe zusammenwächst.

Daneben lernen die Teilnehmer, dass Gemeinschaft auch heißt, miteinander Verantwortung zu tragen. Deshalb gehört es bei uns genauso dazu, dass jeweils eine Gruppe z. B. Abwasch- oder Tischdienst hat oder für die Sauberhaltung bestimmter Räume verantwortlich ist.
Ein Teil der Rüstzeitteilnehmer lebt schon mit Jesus. Für sie ist diese Woche eine Zeit der Gemeinschaft mit anderen Christen, in der sie neue Impulse für das alltägliche Glaubensleben bekommen. Gemeinsame Gebets- und Lobpreiszeiten sowie die Möglichkeit, Seelsorge und Gespräch in Anspruch zu nehmen, sind dabei eine große Hilfe.

Wer schon länger mit Jesus lebt und mindestens 15 Jahre alt ist, kann als Mitarbeiter lernen, Verantwortung zu übernehmen. Dabei arbeiten wir nach dem Leiter/Co-Leiter-Prinzip. Ein Mitarbeiter, der zum ersten Mal dabei ist, wird z.B. in der Stille-Zeit-Gruppe als Co-Leiter eingesetzt. So kann er sich ausprobieren und in seinen Aufgabenbereichen wachsen.

Dankbar sind wir immer wieder für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter (z.Zt. etwa 300), die Zeit und Kraft investieren, um diese Rüstzeitarbeit möglich zu machen. Auch durch die Gemeinden, die uns ihre Türen öffnen und deren Räume wir nutzen, erleben wir viel Segen. Wir wünschen uns, dass auch die Gemeinden vom Segen der Rüstzeiten profitieren.